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Museum Ons' Lieve Heer op Solder

Amsterdam

Museum Ons' Lieve Heer op Solder

Im Herzen der Altstadt von Amsterdam liegt ein verborgenes Juwel: das Museum Ons’ Lieve Heer op Solder ("Unser lieber Herrgott auf dem Dachboden"). Hier taucht man in die Vergangenheit ein und erkundet ein wunderschön erhaltenes Grachtenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Schmale Gänge und steile Treppen führen zu historisch eingerichteten Wohnräumen, Küchen und Alkoven, bis man schließlich den wahren Höhepunkt des Museums erreicht: eine komplette Kirche im Dachgeschoss!

Das Museum Ons’ Lieve Heer op Solder besuchen

Schmale Gänge und steile Treppen führen zu historisch eingerichteten Wohnräumen, Küchen und Alkoven, bis man schließlich den wahren Höhepunkt des Museums erreicht: eine vollständige Kirche im Dachgeschoss.

Eine versteckte Kirche auf dem Dachboden

Der reiche katholische Kaufmann Jan Hartman lässt die Dachbodenkirche in seinem eigenen Haus einrichten und weiht sie im Jahr 1663 ein. Zu dieser Zeit verbietet die protestantische Stadtverwaltung die öffentliche Ausübung des katholischen Glaubens in Amsterdam. Protestanten beschlagnahmen katholische Kirchen und Klöster und nutzen sie für ihre eigenen Gottesdienste. Katholiken müssen daher kreativ sein und feiern ihre Messen in versteckten Hauskirchen. Die protestantische Stadtverwaltung toleriert diese verborgenen Gebetshäuser, solange sie von der Straße aus nicht sichtbar sind. In der Republik der Vereinigten Niederlande gibt es Tausende solcher versteckten Kirchen verschiedener Konfessionen.

Gewissens- und Religionsfreiheit werden im 17. Jahrhundert in verschiedenen europäischen Verträgen verankert, um Krieg und Gewalt ein Ende zu setzen. Dies bildet die Grundlage für die freie demokratische Gesellschaft, die Europa auszeichnet.

Heutzutage sind Besucher*innen aus der ganzen Welt erstaunt über diese einzigartige versteckte Kirche im Museum Ons' Lieve Heer op Solder und fragen sich, wie sie entstanden ist. Das Museum lenkt ihre Aufmerksamkeit auf Toleranz und religiöse Vielfalt in der heutigen Gesellschaft.

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Freiheit des Gewissens, der Religion und der Identität

Die einzigartige Hauskirche des Museums Ons’ Lieve Heer op Solder regt zum Nachdenken über Freiheit und Toleranz an: Wie frei waren Katholiken im 17. Jahrhundert, als sie ihren Glauben nicht öffentlich ausüben durften? Die Frage der Religionsfreiheit ist nach wie vor aktuell. Im Programm Voices of Tolerance laden wir Schüler*innen ein, miteinander über ihre eigenen Erfahrungen mit Freiheit, Toleranz und Vielfalt zu sprechen. Wie frei fühlen sich Jugendliche in unserer kulturell vielfältigen und multireligiösen Gesellschaft? Können und wagen sie es, sie selbst zu sein?

Bildungsprogramme (nur auf Niederländisch)