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Kamp Westerbork

Hooghalen

Gedenkstätte Westerbork

Die Gedenkstätte Kamp Westerbork erzählt die Geschichten der über 100.000 Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma aus den Niederlanden, die während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden. Sie berichtet auch von den Erfahrungen der Männer, Frauen und Kinder, die die Verfolgung überlebten. Zwischen 1942 und 1945 fuhren von Kamp Westerbork mehr als 100 Züge in die nationalsozialistischen Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor sowie in die Konzentrationslager Bergen-Belsen und Theresienstadt.

Aber die Geschichte von Kamp Westerbork endet nicht im Jahr 1945. Mehr als 25 Jahre lang wurde das Lager genutzt, um andere Gruppen von Menschen einzusperren, aufzufangen oder unterzubringen. So war das Lager zwanzig Jahre lang der Woonoord Schattenberg, eine Auffangstätte für molukkische Soldaten und ihre Familien. Sie hatten in der niederländischen Kolonialarmee im früheren Niederländisch-Indien gedient und wurden nach der Unabhängigkeit Indonesiens in die Niederlande gebracht.

Kamp Westerbork erzählt von wichtigen Ereignissen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Geschichten und Erfahrungen der Gefangenen und Bewohner*innen kann man im Museum und auf dem Gelände von Kamp Westerbork entdecken.

Die Gedenkstätte Westerbork besuchen

Aber die Geschichte von Kamp Westerbork endet nicht im Jahr 1945. Mehr als 25 Jahre lang wurde das Lager genutzt, um andere Gruppen von Menschen einzusperren, aufzufangen oder unterzubringen. So war das Lager zwanzig Jahre lang der Woonoord Schattenberg, eine Auffangstätte für molukkische Soldaten und ihre Familien. 

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Im Zentrum der europäischen Geschichte

Die niederländische Regierung lässt 1939 das Lager Westerbork als Flüchtlingslager für Jüdinnen und Juden aus dem nationalsozialistischen Deutschland errichten. 1942 übernehmen die Nationalsozialisten das Lager und nutzen es als Durchgangslager für die verfolgten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma in den Niederlanden. Die Nationalsozialisten deportieren insgesamt über 107.000 Menschen aus dem Lager Westerbork, darunter 245 Sinti und Roma. Von all diesen Menschen werden etwa 102.000 in den Lagern ermordet. Das Lager Westerbork ist zu einer Deportationsmaschine geworden. 

Am 15. Juli 1942 fährt der erste Zug ab. Es folgen über 100 weitere. Die Transporte bestimmen das Leben der Inhaftierten von Woche zu Woche. Immer wieder stellt sich die Frage, ob der eigene Name auf der Liste steht. Die meisten Menschen bleiben nur kurz in Westerbork. Um Unruhe zu vermeiden, erfahren die Gefangenen erst wenige Stunden vor der Abfahrt, wer deportiert wird. Das Ziel ist in der Regel Auschwitz oder, im Jahr 1943, Sobibor. In einigen Fällen fahren die Züge nach Theresienstadt oder Bergen-Belsen. Der letzte Transport verlässt Westerbork am 13. September 1944. Mit diesem Zug werden unter anderem 51 untergetauchte jüdische Kinder, die entdeckt worden waren, abtransportiert. 

Nach der Befreiung dient das Lager Westerbork als Gefängnis für Niederländerinnen und Niederländer, die der Zusammenarbeit mit den Nazis verdächtigt wurden. Danach wird es Teil der kolonialen Geschichte der Niederlande: Trainingslager für Soldaten, Auffanglager für Menschen, die aus der ehemaligen Kolonie Niederländisch-Indien zurückkehren und anschließend 20 Jahre lang die Wohnstätte Schattenberg für molukkische Soldaten und ihre Familien. Im Jahr 1971 wurden die letzten Gebäude abgerissen.

Vielleicht ist deine eigene Familiengeschichte von Kamp Westerbork oder Woonoord Schattenberg betroffen. Du kannst online in der Datenbank recherchieren oder das Museum und das Gelände besuchen.

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Kamp Westerbork, mehr als eine Erinnerung

Der Zweite Weltkrieg ist 80 Jahre her. Was hat diese Geschichte mit dir zu tun? Entdecke es in einem unserer Bildungsprogramme und forsche selbst nach der Geschichte von jüdischen Familien, die aus niederländischen Städten und Dörfern ins Lager Westerbork gebracht wurden. 

Entdecke die Westerbork-Porträts, die den Opfern ein Gesicht geben. Texte auf Niederländisch.